Liebe Freunde !

 

Aus ganzem Herzen wuensche Euch ein gesegnetes neues Jahr und den Frieden des Herrn, der alles Verstehen uebersteigt!
 
Das Jahr 2002 war reich gesegnet und das groesste Geschenk war der Beginn des Theologie-Studiums. Zwei Mal durfte ich in Deutschland auf “Missionsreise” unterwegs sein. Den vielen grossartigen Bruedern und Schwestern im Herrn sei hiermit fuer die geistliche Staerkung herzlichen Dank gesagt!
 
Ein beeindruckendes Erlebnis war der Weltjugendtag in Toronto (Kanada). Nahezu eine Million junge Menschen versammeln sich im Namen Jesu, um von Ihm die Richtung ihres Lebens zu erwarten. In meinen Augen ist das der Beginn einer Kultur der Liebe, die es nur mit Christus geben kann.

 

Aber das schoenste Geschenk fuer mich ist das Theologie-Studium, worauf ich schon fast zehn Jahre gewartet habe. Ich zaehle es zum Humor Gottes, dass ich jetzt sogar noch in englisch studiere. Mit Latein und Griechisch kannes schon mal zu einem Sprachensalat kommen, aber ansonsten geht alles besser als erwartet. Vergelt’s Gott zu all denen, die Zuhause fuer Priester und Seminaristen beten!!!

 

Als ich mi August mit zwei weiteren Bruedern von New York zu den Jugendkonferenzen nach Altoetiing und Dresden aufbrach, ahnte ich noch nichts von den Fluten, die wir in Dresden sehen sollten. Mein Heimatbischof, Joachim Reinelt, musste sein Haus mit dem Schlauchboot verlassen. Vielleicht haben die Fluten auch so manchen Stolz, falsche Sicherheiten und Gottvergessenheit mitgerissen. Bildhaft gesehen ist das auch so mit den Skandalen einiger amerikanischer Priester, die schahmlos von den Medien ausgeschlachtet werden. Wenn sich 1% der Priester hier schwer versuendigen, wie muss es dann mit der ganzen Gesellschaft bestellt sein? Vielleicht ist es hilfreich, in Sachen Pornographie in den Medien eine aehnliche Kampanie zu starten?
 
Jedenfalls hat es die Kirche hier viel sensibler und demuetiger gemacht. Gott weiss, was es in der Kirche Not tut und oft waren es Heilige, die eine richtige Antwort auf die Zeichen der Zeit gaben. 
 

Auf die Frage: Was brauchen wir heute am dringensten? wuerde ich spontan antworten: Heiligkeit! Heiligkeit ist ein Geschenk Gottes und gleichzeitig auch ein Ergebnis menschlichen Strebens. Um Geschenke zu erhalten, muss man die Hand frei haben. Diesen Monat beginnt unser franziskanisches Fasten in Vorbereitung auf das Osterfest.

Fasten und Gebet sind unentbehrlich fuer eine persoenliche Umkehr. Tatjana Goritschewa sprach sogar von einem ganzen Jahr Fastenzeit, was notwendig waere, um als ganze Gesellschaft umzukehren. Die wasserfluten haben uns vielleicht vermuten lassen, wo wir auf Sand gebaut haben und nicht auf den Fels des Glaubens.

 

 

 

 

 

 

 

Gott hat unsere kleine Gemeinschaft reich gesegnet und sendet uns immer mehr junge Menschen, um unter den Armen, Jugendlichen und Grosstaedten Zeugnis zu geben. So konnten wir dieses Jahr 19 Postulanten aufnehmen und 25 Kandidaten fuer 2003.

Vier junge Diakone werden im Mai zu Priestern geweiht und 9 Brueder im September Ewige Profess versprechen.
Wir koennen kaum allen Nachfragen aus aller Welt gerecht werden. Als junge Gemeinschaft befinden sich ca. 50% noch in Ausbildung.
Seit kurzem haben wir auch Verhandlungen mit dem 3. Franziskus-Orden aufgenommen, weil es so viel Interesse aus aller Welt unter den Laien gibt. Ohne persoenliche Bekehrung kann es keine Erneuerung der Kirche geben.
Keine Bekehrungen ohne Gebet!
 
Daher muss unser Hauptapostulat das Gebet sein, das uns zu heiligen Taten stark macht.
 
Meine Bitte: Alle, die unsere Arbeit und unser Leben unterstuetzen moechten, bitte ich um’s Gebet. Gleichzeitig brauchen wir auch staendig finanzielle Hilfe, um unseren vielen apostolischen Aufgaben nachzukommen. Meine Schwester hilft mir schon seit mehreren Jahren an der “Home-Front” und verwaltet mit meinem Schwager ein Spendenkonto:
 
Sparkasse Pirna-Freital BLZ 850 50 300 Konto Nr.: 4000 034 001 (Maria Werkmann)
Kennwort: Bruder Paulus
 
 
Vergelt’s Gott! Wir versichern all unseren Freunden unser Gebet und unsere Sorge.

 

Uns allen wuensche ich ein tiefes Verlangen nach der Kultur der Liebe, die schon mitten unter uns wohnt und in Jesus Christus wirklichkeit geworden ist!
 
Im Namen aller Brueder: Der Herr gebe Euch den Frieden!
 
                                                  Euer   Bruder Paulus-Maria, CFR.
 
St. Leopold Friary
259 Nepperhan Ave
Yonkers, NY 10701

         U.S.A.

 

                                                             New York, den 8. Januar 2003