Holy Apostles Seminary
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Cromwell, CT 06416
U.S.A.
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Der Herr gebe Frieden! Fest des Hl. Padre Pio
Liebe Freunde der Erneuerung!
Ein heisser, langer Sommer neigt sich dem Ende zu. Was bleibt ausser
einem Gefuhl von Durst? Der hl. Columban schrieb, dass man den Durst nicht total
loschen sollte, damit eine Erinnerung an den Durst nach dem lebendigen Wasser
bleibt.
Zweimal durfte ich diese Jahr in Deutschland sein. Nach dem Ende eines erfolgreichen
zweiten Semesters und der
punktlichen
Errichtung der bronzenen Franziskusfigur auf dem Schulgelande, konnte ich Ende
Mai mit 3 Mitbrudern und 3 Jugendlichen von unserer Laienbewegung “Grassroots-Renewal-Project”
zur “Stadtmission” nach Wien reisen. Kardinal Christoph Schonborn
und die Emmanuel-Gemeinschaft hatten uns zu dieser neuen Form der Evangelisation
eingeladen. Die Mission war reich gesegnet. Wir konnten auf den Strassen von
Wien von unserer Hoffnung in Christus Zeugnis geben. Mit den Jungs von “Grassroots-Renewal-Project”
filmten wir ca. 20 Interviews, die dann fur ein katholisches Musikvideo verarbeitet
werden sollen. Damit wollen wir in der Sprache von heutigen Jugendlichen zum
Weltjugendtag im Jahr 2005 nach Koln einladen. Das Projekt braucht noch viel
Gebet!
In Wien wurde uns allen klar, dass die Kirche missionarisch sein muss. Diese
Kirche ist der ganze Leib Christi von oben nach unten! Es war so wunderbar,
den Kardinal von Wien in der Nacht durch die Strassen der Stadt laufen zu sehen,
um Menschen zum Dialog einzuladen. Er ist ein wahrer Hirte, der das Verlorene
suchen geht. Heute ist es ja
nicht das eine Schaf, was sich verirrt hat, sondern es scheint, dass sich auch
die 99 zuruckgebliebenen verirrt – oder verwirrt haben.
Danach ging es noch ein paar Tage zu meinen Eltern nach Pirna. Gottlob geht es allen gut. Dafur danke ich dem Herrn aus ganzem Herzen!
Nach meiner Ruckkehr nach New York ging es gleich mit einem Wochenende
fur Kunstler weiter. Wir waren 8 Maler und machten uns Gedanken, was es heisst,
ein glaubiger Kunstler zu sein. Am folgenden Tag begann unser “Summer-Life-Program”
mit ca. 90 Kindern aus der South Bronx. In diesen 4 Wochen konnte ich im Kunstunterricht
den Rosenkranz des Lichtes mit den Kindern kunstlerisch gestalten, was naturlich
ein Abenteuer war. Nach einer Arbeitswoche in unserer Einsiedelei ging es mit
einem Mitbruder wieder nach Deutschland. Die Emmanuel-Gemeinschaft hatte in
Altotting ein Int. Jugendforum mit ca. 1000 Jugendlichen organisiert. Ich bin
richtig stolz auf diese junge, katholische Laienbewegung! Ein wichtiger Impuls
geht heute von den neuen Laiengruppen aus: Die Kirche ist lebendig!
Leider holte uns die Wirklichkeit bald wieder ein. Ein Jugendlicher hatte sich
von einer Autobahnbrucke gesturzt. Florian war gerade 16 Jahre alt. Die Lage
der Jugendlichen in unseren westlichen Gesellschaften ist katastrophaler als
wir oft glauben wollen. Da gibt es noch viel zu leisten und zu beten!
Bevor wir gleich zur nachsten Jugendkonferenz aufbrachen, hatten wir –
Gott sei Dank- noch 3 Tage Erholungspause in der Sachsischen Schweiz, wo es
auch angenehm kuhl war. Das Prayerfestival der “Jugend 2000” fand
dann mit ca. 600 Jugendlichen in Waghausel bei Mannheim statt. Wo kann man heute
noch hunderte junge Menschen in einem staubigen Zelt betend, singend und auch
tanzend um den Herrn im Allerheiligsten Altarsakrament versammelt sehen? Sollten
wir uns etwa wieder an solche Bilder gewohnen? Auf alle Falle ist es gut, fur
diese Jugendlichen zu beten! Moge der Weltjugendtag in Koln gesegnet sein und
viele junge Menschen beruhren!
Seit
einigen Wochen bin ich wieder hier im Priesterseminar und schwitze uber dicken
Buchern. Der Rektor war scheinbar mit der Franziskusfigur zufrieden, da er mich
gefragt hat, auch noch eine Hl. Klara in Lebensgrosse zu modellieren. Diese
grosse Heilige hat mich nicht nur nach New York gefuhrt (an ihrem Grab in Assisi
erhielt ich die innere Versicherung), sondern begleitet mich jetzt sogar noch
im Seminar. Als Patronin des TV’s moge sie unserer Videoproduktion beistehen!
Am Innigsten verbindet uns aber die Liebe zum Eucharistischen Herrn im Altarsakrament.
Sie hat ihr ganzes Leben der Eucharistischen Anbetung gewidmet. Deshalb wird
sie auch eine grosse Monstranz in der Hand halten.
Am Schluss mochte ich Euch noch ganz innigst um Euer Gebet fur meine
Ewige Profess im nachsten Sommer bitten! Jetzt sind es schon 14 Jahre, seit
ich eingetreten bin. “Gut Ding’ braucht Weil”, sagt das Sprichwort.
Also muss es ziemlich gut sein – was!?
Da diese Rundschreiben ja auch immer Bettelbriefe sind, muss ich zuerst allen
grossherzigen Seelen danken, die die Reisen nach Deutschland moglich machen!
Moge der Herr der Ernte Euch alles Gute reichlich vergelten! Gleichzeitig bitte
ich weiterhin um Hilfe.
Der Herr segne und behute Euch und alle Eure Lieben auf die Fursprache aller Engel und Heiligen, der Seligen Jungfrau Maria, des Hl. Josef’s, der Hll. Franziskus und Klara und des Hl. Padre Pio! Lasst uns gemeinsam beten, vertrauen und keine unnotigen Sorgen machen, wie es der Hl. Padre Pio gesagt hat!
Spenden: Sparkasse Pirna-Freital BLZ 850 50 300 Konto: 4000 034 001
Stichwort: Bruder Paulus